Diesen Entwurf für das Siegel der neuen Gemeinde wählte der Ausschuß aus den Entwürfen der Siegel-Designerin aus. Er zeigt Christus als österliches Lamm.

Diesen Entwurf für das Siegel der neuen Gemeinde wählte der Ausschuß aus den Entwürfen der Siegel-Designerin aus. Er zeigt Christus als österliches Lamm.

Mit heutigem Schreiben vom Landeskirchenamt wurde der Name „Evangelische Oster-Kirchengemeinde Düsseldorf“ genehmigt.
Durch Telefonat zwischen Superintendent Lilie und Pfarrer Geibel erfuhren wir soeben von der Genehmigung des Gemeindenamens durch den KSV und die Mitarbeiter des LKA. Wir bekämen dies auf dem Dienstweg (wahrscheinlich erst in einiger Zeit) noch schriftlich mitgeteilt. Insofern kann der Fusionsprozess weiter gehen und wird nicht mehr durch die Namensdiskussion aufgehalten.
„Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln“ Dietrich Bonhoeffer
Dieses Zitat von Dietrich Bonhoeffer verweist auf die Kraft der Osterbotschaft, denn Ostern erzählt von einer großen Verwandlung. Tod wird zum Leben, Dunkelheit zum Licht, Traurigkeit zu Hoffnung. Gott selbst schafft die neue Situation.
Diese Grunderfahrung christlichen Glaubens und Lebens möchten wir in der neuen Kirchengemeinde leben und vermitteln. Wir möchten den Menschen deutlich machen: Wenn ich mit offenen – österlichen – Augen durch das Leben gehe, begegnen mir solche Verwandlungen.
Dabei wissen wir auch: Es ist Licht, das im Verborgenen leuchtet. Glaube und Unglaube, Hoffnung und Zweifel mischen sich.
In diesem Zusammenhang orientieren wir uns an den Vorbildern im Glauben, deren Nähe wir betonen:
Die biblischen Zeugen des Wechsels vom Tod zum Leben, von der Dunkelheit zum Licht, tragen Gesichter wie wir: Josef von Arimathia, der dem Toten einen letzten Liebesdienst erweist. Frauen, die weinen und dennoch den Sieg Jesu über den Tod verkündigen. Jünger, die auf einem schweren Weg dem Auferweckten begegnen.
Zum Osterfest gehört die doppelte Erfahrung: Die Welt hat sich nicht verändert. Todesmächte bestimmen die Schlagzeilen. Überall wird irgend jemand gekreuzigt. Und zugleich: Das Leben, das Gott schafft, ist stärker als der Tod. Zukunft blüht unvermutet im Schatten der Resignation.
Die Auferweckung wird in der Bibel nicht geschildert. Wir haben nur Geschichten über Menschen, die ihre Erfahrungen mit dem Auferweckten gemacht haben. Menschen, für die eine neue Situation entsteht, weil Gott sich mit seinen Verheißungen einmischt in ihr Leben. Hoffnung ist immer ein Geschenk. Und das Neue sieht oft anders aus, als wir es erwarten.
Mit Blick auf das Leben in unserer neuen Kirchengemeinde möchten wir genau darauf hinweisen: Gott schenkt uns Hoffnung, wie er an Ostern Hoffnung schenkt: Hoffnung gegen den Tod, Hoffnung gegenüber Todesmächten, Hoffnung auf eine Zukunft, in die Gott immer wieder neu seine Verheißungen erleben lässt.
Ein Licht anzünden in der Dunkelheit – darum geht es. Wir können uns zu Zeuginnen und Zeugen österlicher Hoffnung machen lassen, Zeuginnen und Zeugen in Wort und Tat.
Dazu möchten wir mit Hinweis auf den Namen ,Evangelische Oster-Kirchengemeinde Düsseldorf‘ immer wieder neu motivieren.
Das Osterfest ist das älteste und höchste Fest der weltweiten Christenheit. Sie feiert das Osterfest als Fest des Lebens, der Freiheit und der Freude, denn „Christus ist auferstanden. Er ist in Wahrheit auferstanden.“
Wir stellen uns vor, unsere neue Kirchengemeinde ist für die Menschen ein Ort des Lebens. In gemeinsam verantwortetem Leben nehmen wir den Einzelnen ernst, nehmen ihn auf und bieten ihm Hilfe in seelsorgerlichem und diakonischem Handeln.
Wir stellen uns vor, unsere Kirchengemeinde ist ein Ort der Freiheit, wo alle Menschen, die kommen, ein und ausgehen, mitreden und mitgestalten.
Wir stellen uns vor, unsere Kirchengemeinde ist ein Ort, der Freude weckt in Gottesdiensten, an Musik, gemeinsamem Tun und gemeinsamen Aufgaben, Festen und Feiern.
Ostern, so erfahren wir es in der Emmaus-Geschichte, drängt uns auf neue Wege. Es drängt uns, aufzubrechen aus unseren alten Gewohnheiten und das Leben mit Hoffnung zu füllen im Vertrauen auf den auferstandenen Herrn, der alle Grenzen öffnet.
Die drei Kirchen unserer neuen Gemeinde sind: die Trinitatiskirche, die Melanchthonkirche und die Epiphaniaskirche.
Als Evangelische Oster-Kirchengemeinde Düsseldorf wollen wir uns auf den Weg machen – voller Freude und mit der Bitte, dass Gottes Segen den Weg dieser Gemeinde begleiten möge.
Im Herbst 2007 haben wir die Gemeindeglieder beider Gemeinden aufgerufen, Namensvorschläge für die fusionierte Gemeinde abzugeben. Über 50 Vorschläge gingen ein. Ein Namensfindungsausschuss prüfte die Namen (auf schon vorhandene Namen im Großraum Düsseldorf; auf theologische Implikationen; auf praktische Benutzung etc.). Der Ausschuss legte den beiden Presbyterien in einer gemeinsamen Sitzung zwei Namensvorschläge vor. In dieser Sitzung stimmten beide Presbyterien getrennt und mehrheitlich für den Namen „Evangelische Oster-Kirchengemeinde Düsseldorf“. Dieser Name wurde von Gemeindegliedern beider Gemeinden unabhängig vorgeschlagen.
Abschiedsgottesdienst am 15. Juni 2008 vom Namen
Abschied – aber nur vom Namen, nicht von der Melanchthonkirche – nehmen wir in einem Gottesdienst am 15. Juni 2008 um 9.30 Uhr in der Melanchthon-Kirche.